(Turbulenzen – die Schäfchenwolken-Disco)
Von Gerry Dressler – Gründer von Flugsimulation-VFR (Schweiz)
Winnie:
„Du sitzt im Flugzeug, alles läuft ruhig – und plötzlich wackelt es, als hätte der Pilot vergessen, die Straße zu teeren.
Manche greifen sofort panisch in die Armlehne, andere tun cool und bestellen noch einen Tomatensaft.
Aber was steckt dahinter? Ganz einfach: Turbulenzen.
Und die sind meistens harmloser, als sie sich anfühlen.“
Schritt 1: Die Luft ist nicht glatt wie Glas
Viele denken, Luft ist ein ruhiges Meer, durch das man einfach gleitet.
In Wahrheit ist sie eher wie ein Fluss: Mal glatt, mal mit Strömungen, mal mit kleinen Wellen.
Wenn das Flugzeug da durchfliegt, wackelt es – so wie ein Boot, das über kleine Wellen hopst.
Schritt 2: Woher kommen die Wackler?
- Thermik: Warme Luft steigt auf (z. B. über Bergen oder Städten).
- Jetstreams: Starke Höhenwinde, in denen sich Geschwindigkeiten mischen.
- Gewitterwolken: Da drin geht’s rund – da fliegt man besser gar nicht erst rein.
- Berge: Luft strömt drüber wie Wasser über einen Stein, dahinter gibt’s Wirbel.
Schritt 3: Gefährlich oder nur nervig?
Für die Passagiere fühlt es sich oft schlimmer an, als es ist.
Flugzeuge sind so gebaut, dass sie Turbulenzen locker aushalten – sie biegen sich wie ein Grashalm im Wind.
Das einzige echte Risiko: verschütteter Schafuccino oder ein Nuggi, der durch die Kabine segelt.
Darum sagt die Crew auch immer: „Anschnallen!“ – nicht, weil das Flugzeug auseinanderfällt, sondern damit du nicht zum fliegenden Schaf wirst.
Winnies Wollfazit:
„Turbulenzen sind wie Kopfkissen-Schütteln – ein bisschen holprig, aber das Kissen bleibt heil.“


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